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Lebenshilfe

Ist Kämpfen wirklich der Weg zum Gewinnen?

 

In einem unserer letzten Seminare wurde folgende interessante Frage gestellt: "Du sagst, das Leben ist kein Kampf, sondern ein Spiel. Kann man statt "kämpfen" vielleicht besser "einsetzen" sagen? Dann sind es doch aktive Handlungen, die man für eine bestimmte Sache unternimmt und das ist doch im Grunde positiv und schafft automatisch Motivation. Ein Sportler nimmt doch auch an einem Wettkampf teil, weil er gewinnen will - er will doch nicht nur mitmachen. Und wer gewinnen will, muss sich doch für dieses Ziel mit ganzer Kraft einsetzen oder etwa nicht? Ansonsten brauchen wir doch keine Wettkämpfe mehr und kein untereinander Messen. Da wäre das Leben doch ganz schön fade. Und wo bliebe denn die Motivation, wenn wir uns nicht mehr für ein Ziel einsetzen und dafür kämpfen?"

 

Die Idee, dass das Leben schnell fade und langweilig wird, wenn man nicht mehr für oder gegen etwas kämpft, taucht immer wieder in den Seminaren bei unseren Teilnehmern auf. Aus diesem Grund macht es Sinn, dass wir uns heute einmal näher damit beschäftigen:

 

Wenn wir uns das Wort "Kämpfen" einmal genauer anschauen, dann werden wir schon sehr schnell merken, dass es beim Kämpfen immer darum geht, irgendjemanden oder irgendetwas zu besiegen. Seien es nun andere Menschen, andere Meinungen, andere Sitten oder die eigene Angst. Es ist immer eine Art Krieg, den man führt - gegen sich selbst oder gegen andere.

Zugegeben: Krieg ist nicht fade und langweilig. Der Einsturz des World Trade Centers war nicht fade oder langweilig - der Krieg gegen Afghanistan oder den Irak war und ist nicht fade - auch ein Familienstreit ist nicht fade oder langweilig. Allerdings ist meine Erfahrung, dass die jeweils direkt betroffenen Menschen diese Ereignisse nicht als besonders angenehm empfinden.

 

Vielleicht haben sich die Menschen sogar tatsächlich ganz bewusst oder unbewusst ein nicht fades Leben gewünscht. In diesem Fall wäre ihr Wunsch dann millimetergenau erfüllt worden. Wir alle sollten also viel vorsichtiger sein mit unseren Wünschen, die wir im Alltag oft allzu sorglos in die Welt hinausposaunen. Wer sich nämlich in erster Linie kein fades oder langweiliges Leben wünscht, muss sich auch nicht wundern, wenn er genau das bekommt. Allerdings heißt das ja dann noch lange nicht, dass es dann angenehm und schön sein wird. Es ist halt weder fade noch langweilig, weil immer mit Zündstoff versehen. Und das vergessen wir häufig in unserer unbewussten Art, wenn wir unsere Wünsche äußern.

 

Was die sportlichen Wettkämpfe betrifft, so sind diese lediglich ein Spiegel unserer Gesellschaft. Wenn sonst überall in unserem Leben gekämpft wird - z. B. Konkurrenzkampf, Wahlkampf, Existenzkampf etc. - dann ist es doch nur logisch, dass auch im Sport gekämpft wird. Nur ist es halt bei sportlichen Wettkämpfen immer folgendermaßen:

Der Sieger freut sich riesig - einige wenige auf den folgenden Rängen vielleicht auch noch ein bisschen. Aber die überwiegende Mehrheit der Beteiligten ist frustriert. Das ist das übliche und typische Spiel der Menschen in der heutigen Zeit. Das ist zwar dann nicht unbedingt fade oder langweilig, aber die Frage stellt sich doch: Weshalb muss man zwischen den wenigen freudigen Momenten immer wieder frustriert, traurig oder enttäuscht sein?

 

Wer das Spiel des Lebens mit Freude und Leidenschaft spielt, statt mit Verbissenheit zu kämpfen, gewinnt immer - egal welchen Platz er in der Rangliste belegt. Vielleicht wäre das auch der Weg für die Deutsche Fußballnationalmannschaft - statt Fußball verbissen zu kämpfen, einmal wieder mit Freude Fußball zu spielen. Wo aber Kampf ist, ist keine Freude - und wo keine Freude ist, gibt es keine Gewinner!

Wer das Spiel des Lebens mit Freude und Leidenschaft spielt, gewinnt immer - das ist die Hauptaussage in diesem Zusammenhang.

 

Wenn ich mich nicht völlig irre, so war doch das genau die ursprüngliche Idee der Olympischen Spiele - oder etwa nicht? Man nahm nicht teil, um zu gewinnen - sondern man nahm teil, um sich am gemeinsamen Spiel zu erfreuen. Diese ursprüngliche olympische Idee ist aber in Zeiten von Prämien, Werbe- und Sponsorenverträgen völlig untergegangen.

 

Wir alle sollten begreifen, dass das Leben ein Spiel der Freude ist und kein Kampf. Und wenn Sie sich in Ihrem Lebensspiel nicht für die Freude, sondern für den Kampf entscheiden, dann ist das Ihre freie Entscheidung, Ihr freier Wille. Aber dann müssen Sie sich auch nicht wundern, dass Ihr Spiel dann tatsächlich auch jeden Tag kämpfen bedeutet … oft ein Leben lang. Das Leben ist ein Spiel - ein faszinierendes Spiel, das jeden Tag - und nicht nur hie und da - Freude bereitet, wenn es richtig gespielt wird.

 

Von Langeweile und von "fade" keine Spur. Und wenn Ihnen, verehrter Leser, Ihr Leben fade und langweilig vorkommt, dann sind Sie noch nicht bis zum wahren Leben vorgedrungen - bis zur Liebe dem Leben gegenüber. Denn wer das Leben wirklich liebt, dessen Leben kann nicht langweilig sein.

 

Natürlich werden Sie auch immer wieder auf Menschen treffen, die Sie persönlich vielleicht für langweilig halten, weil Sie nicht kämpfen, sondern leben. Aber das hat dann in erster Linie etwas mit diesen Menschen zu tun und nicht mit Ihnen. Was das sportliche aneinander Messen und das Vergleichen betrifft, so sind dies alles Begriffe, die es für das eigentliche Leben nicht gibt. Es sind lediglich Spielereien des kleinen Ich, des Egos, also des begrenzten Verstandes.

 

Der Grund dafür ist einleuchtend, so denke ich:

Wie wollen Sie sich selbst erkennen und erfahren, wenn Sie sich ständig im Außen mit anderen Menschen vergleichen? Wie wollen Sie jemals Sie selber sein und Ihre eigene Vollkommenheit entdecken, wenn Sie sich stets an anderen orientieren? Das ist schlicht und ergreifend unmöglich! Und außerdem ist es unmöglich, im Hier und Jetzt zu leben. Denn wenn Sie sich mit anderen vergleichen oder messen, dann sind Sie nicht bei sich und deshalb nicht im Augenblick, also auch nicht im Hier und Jetzt.

Sie können mit Hilfe des Messens und Vergleichens vielleicht eine Goldmedaille gewinnen, aber das Leben selbst werden Sie auf diese Weise niemals gewinnen. Es kommt halt immer darauf an, was man will. Und das muss jeder Mensch für sich selber entscheiden. Vielleicht noch ein Beispiel zu diesem Thema: Stellen Sie sich einmal vor, es würde ein Wettkampf für Kunstmaler organisiert. Glauben Sie im Ernst, dass die Herren Picasso, Chagall oder van Gogh an so einem Wettbewerb teilgenommen und um den Sieg gekämpft hätten? Allein schon die Idee, dass diese großartigen Männer an so einem Wettbewerb teilnehmen würden, ist völlig absurd. In diesem Fall leuchtet es jedem vernünftigen Menschen auch ein, dass so etwas nicht geht. War das Leben von Picasso deshalb fade oder langweilig? Sind seine großen Werke deswegen fade? Nein, ganz im Gegenteil: Weil er nicht an irgendwelchen Wettbewerben teilgenommen hat, weil er sich nicht mit anderen gemessen hat, sind seine Bilder einmalig und einzigartig. Ansonsten wären sie ganz sicher ohne große Bedeutung.

 

Gleiches gilt da im übrigen für viele Künstler- und Sängerwettbewerbe der heutigen Zeit. Welcher Gewinner ist da schon über lange Zeit von großer Bedeutung? Ein Strohfeuer - mehr nicht. Wie wollen Sie Ihre Einzigartigkeit entfalten, wenn Sie sich ständig mit anderen vergleichen??? Wie wollen Sie Ihre Großartigkeit entwickeln, wenn Sie sich ständig an den Erfolgen anderer messen??? Seien Sie sich bitte bewusst: Es geht um Sie und nicht um die anderen!

 

Noch etwas sollte ich erwähnen, weil es oft falsch verstanden wird: Nicht für oder gegen etwas kämpfen, bedeutet in keiner Weise, keine Meinung zu haben - ganz im Gegenteil! Wenn ich zum Beispiel sage, dass es für mich keine Rolle spielt, ob dieser oder jener Kandidat für ein politisches Amt gewählt wird, dann ist das eine glasklare Meinung. Ich sage nämlich damit aus, dass mein Glück und mein Erfolg nicht vom Handeln eines anderen Menschen abhängen. Mit anderen Worten: Ich gebe einem anderen Menschen keine Macht über mein Leben.

 

Ich kann sehr gut verstehen, dass Politiker eine solche Meinung strikt ablehnen. Stellen Sie sich doch einmal vor, es wären Wahlen und keiner geht hin. Dies würde meiner Ansicht nach zu einer Revolution im Staate führen, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. Das ganze politische System, unsere ganze Gesellschaft würde in ihren Grundfesten erschüttert … und demzufolge auch blitzschnell und friedlich verändert.

 

Also kann man von jemandem, der sagt, es sei ihm gleichgültig, wer gewählt wird, nicht behaupten, er hätte keine Meinung. Er hat nämlich sehr wohl eine Meinung. Allerdings würden viele Politiker diese Meinung höchstwahrscheinlich als sehr gefährlich bezeichnen … und schon allein deshalb kann diese Meinung ganz bestimmt nicht fade oder langweilig sein.

 

Lassen Sie mich bitte noch eine weitere Bemerkung zum Ausdruck "sich für etwas einsetzen", machen:

Worin besteht die Lebensaufgabe eines jeden(!!!) Menschen? Besteht diese Aufgabe wirklich darin, sich für gewisse Dinge oder Menschen einzusetzen? Wenn dem so wäre, dann würde das bedeuten, dass das Leben (und damit auch Gott - denn Gott ist das Leben) unvollkommen ist. Es würde bedeuten, dass Gott die Hilfe des Menschen braucht, um sein "unvollkommenes" Werk zu verbessern, weil er offenbar allein dazu nicht in der Lage ist. Eigentlich eine ungeheuerliche Idee, nicht wahr?

 

Wir alle sind hier auf dieser Erde, um wieder zurückzukehren zu dem, was wir LEBEN nennen. Wir sind hier in diesem Leben, um von der Begrenztheit des Verstandes in die Vollkommenheit des SEINS einzutreten. Und alles - ich betone es noch einmal, wirklich alles - was wir hier erleben und tun, dient einzig und allein diesem Zweck. Kein Mensch ist hier, um sich für andere einzusetzen. Kein Mensch ist hier, um sich mit anderen zu messen. Jeder Mensch ist hier, um sich in erster Linie selbst zu helfen, sich selbst zu entdecken und sein wahres SELBST in Vollkommenheit zu leben. Das ist der wahre Sinn unseres Lebens - und diese höchste Version dessen, was wir sind, können wir nicht erkämpfen, sondern nur SEIN.

 

Dieter E. Weiner

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Die nächsten Seminartermine:

 

"FASZINATION LEBEN"

09.09. bis 10.09.2017 (CH)

06.10. bis 07.10.2017 (DE)

***

"CHANNELING - AUSBILDUNG"

Teil I   26.10. bis 30.10.2017

Teil II  30.11. bis 04.12.2017

***

"DIE FORMEL GOTTES"

21.09. bis 24.09.2017

***

"HOLISTIC LIFE COACH"

Teil I   13.10. bis 16.10.2017

Teil II  09.11. bis 12.11.2017

Teil III 07.12. bis 10.12.2017

Die Weisheit des Tages:

 

"Der Mensch ist nicht, was er besitzt, sondern einzig was er bewirkt in dieser Welt."

 

Dalai Lama

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